LABOR OF LOVE
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LABOR OF LOVE Interview mit Marie PreaudDie Stadt Schwetzingen feiert 350 Jahre Spargelanbau. Für dieses Jubiläum war Fotografin Marie Preaud auf den Spargelfeldern unterwegs und hat ihre Eindrücke in Collagen festgehalten. Ab Donnerstag, 19 . April, ist ihre Ausstellung im Palais Hirsch zu sehen. Fotocollagen zeigen die Eindrücke, die Marie Preaud auf den Feldern und im Gespräch mit Arbeitern sammeln konnte.Frau Preaud, wie haben Sie sich auf Ihr Projekt vorbereitet?Preaud: Das war nicht einfach. Erstmal habe ich recherchiert und diese 350 Jahre waren nicht leicht zu erfassen. Schließlich ging ich mit der Landwirtin Elfriede Fackel auf die Felder. Sie hat mir alles gezeigt und ich konnte einen Eindruck von der Arbeit gewinnen. Ich habe anschließend diese „Labor of Love“ konzipiert. Danach war ich viel mit den Arbeitern auf dem Feld und habe diese Leidenschaft und „Labor of Love“ für Spargel selbst gespürt. Die Arbeiter haben wirklich Spaß auf dem Feld.Warum wählten Sie diese Mehrschichtigkeit der Collagen?Preaud: Der Sandboden ist wie ein Diamant. Da ist so eine Kraft, ganz viel Energie. Das muss so sein. Ohne den Sand und den Riss wäre diese Tiefe und das Intensive nicht zu vergleichen. Die Arbeiter haben so eine Leidenschaft und eine Liebe für die Arbeit. Ich meine, sie sind jeden Tag mit dem Sand beschäftigt und das ist der Hauptpunkt. Wenn man wirklich tiefer schaut, gibt es viel Humor, leichte Geschichten, nichts Trauriges. Sie sind glücklich und lächeln. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.Wieso wählten Sie Collagen und keine Einzelbilder?Preaud: Das war wie ein Puzzle, wie ein Spiel. Das hat mich mehr bewegt, als nur Fotografie zu machen. Ich liebe Collagen. Alles, was ich gemacht habe, war sehr intensiv und ich habe meine ganze Seele gegeben.Die Hand ist ein wiederkehrendes Element in Ihren Bildern, warum?Preaud: Die Hand ist das wichtigste Element. In den vergangenen 350 Jahren hat sich die Ernte des Spargels nicht verändert. Es ist Handarbeit und das seit 350 Jahren. Nur mit der Hand kann diese Arbeit passieren.Sie haben in Ihre Bilder Risse eingebaut – wie entstand diese Idee?Preaud: Ich war mit zwei Erntehelfern aus Polen auf dem Feld. Sie haben mir gezeigt, wie der Spargel geerntet wird und dann habe ich diesen Riss in der Erde gesehen. Ich habe von ihm geträumt und es war klar: Das ist die Antwort auf das, was letztlich meine Bilder aussagen sollen. Ich kann noch dazu sagen, dass der Riss wie unsere Hand ist: zum Beispiel die Lebenslinie. Es beginnt alles bei der Wurzel.Wie erklären Sie Ihre Bilder Betrachtern, die weniger Bezug zur Kunst haben?Preaud: Ich benutze die Risse in der Collage. Dieser dreidimensionale Effekt ist ein Grundgedanke. Für den Hintergrund ist wichtig, dass der Betrachter versteht, warum dieser Riss entsteht. Das ist ein Teil der Erde, es bringt eine andere Dimension.Wie viele Stunden Arbeit stecken in Ihren Bildern?Preaud: Insgesamt habe ich mehr als 350 Stunden gearbeitet. Einzeln ist das schwer zu sagen. Sie haben alle eine Geschichte. Manchmal hab ich länger daran gearbeitet und gelegentlich kam es wie ein Blitz und es war alles sofort klar. Manchmal hat es auch gedauert und zwar mehrere Tage. Diese 350 Stunden sind mehr eine symbolische Zahl, es sind sehr bestimmt mehr.Wie haben die Erntehelfer auf Sie als Fotografin auf dem Feld reagiert?Preaud: Deutsch ist ja auch nicht meine Muttersprache. Da war das Verhältnis neutral. Ich meine, es spricht nie jemand deutsch auf den Feldern und kaum englisch. Das war nicht so einfach. Wir haben mit Händen und Füßen geredet. Aber sie waren alle sehr nett. Ich habe viel Respekt vor den Arbeitern. Sie kennen sich schon ewig und kommen schon jahrelang nach Schwetzingen – eine spezielle Verbindung.Was bedeutet diese Ausstellung in Schwetzingen für Sie persönlich?Preaud:Dass war ein Grosse Herausforderung dieses Thema künstlerisch um zu sezten .Wie haben Sie und Ihr Mann Horst Hamann sich kennengelernt?Preaud: Wir haben uns in New York kennengelernt. Ich war Schauspielerin in einer Sendung und Horst war Fotograf. Wir haben dann sehr schnell in Las Vegas geheiratet und haben 18 Jahren in Amerika gelebt .( unser 2 Sonnen sind dort geboren )Wie kam es dazu, dass sie von der Schauspielerei in die Fotografie wechselten?Preaud: Ich bin mit meinem Mann in New York geblieben und habe weiter als Schauspielerin gearbeitet, aber das war nicht so einfach. Mit Horst habe ich dann Fotografie gelernt. Ich habe zusätzlich an der International School of Photography in New York gelernt. Das ist aber auch schon 25 Jahre her.Was passiert mit den Bildern nach der Ausstellung?Preaud: Gute Frage, weil ich ein Angebot bekommen habe. In Schrobenhausen, Bayern, gibt es ein Spargelmuseum und die Bilder im September dort ausgestellt werden. Es ist schön, dass die Bilder eine weitere Verwendung finden.Wie fühlen Sie sich jetzt – zum Abschluss Ihrer Arbeit?Ich fühle mich sehr Glücklich und ich bin sehr gespannt uber die Ausstellung !Ich hoffe dass mein Homage zu die Spargel Community wird eine positive feed back bekommen !
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